Dokumentation

Die Beiträge der Zivilklausel-Dokumentation im PDF-Format werden hier auf der Website integriert.


 

Bereits 1950 und 1967 fällte der Japanische Wissenschaftsrat Beschlüsse, die Militärforschung ächten. Die konseravtive Regierung von Shinzô Abe versucht nun durch spezielle Förderprogramme, die unterfinanzierten Universitäten dazu zu bewegen, ihre antimilitaristische Orientierung aufzugeben, was zu erheblichen Protesten an den Universitäten führt. Vor diesem Hintergrund hat der Japanische Wissenschaftsrat im März 2017 die Beschlüsse von 1950 und 1967 bekräftigt und erneut vor der Gefahr für die Freiheit der Wissenschaft gewarnt, die durch militärisch orientierte Forschung droht.

Hartwig Hummel: „Zivilklausel auf japanisch – Japanische Universitäten ächten Militärforschung“ (Wissenschaft & Frieden 2/2017)

Japanischer Wissenschaftsrat: „Statement on Research for Military Security“ (englische Version, 24. März 2017)

Im Rahmen der vom 10.12.18 bis 31.01.19 durchgeführten Umfrage über eine Zivil- und eine Transparenzklausel an der Uni Leipzig haben sich die Studierenden klar für beide Klauseln ausgesprochen. Teilgenommen haben 3821 Studierende.

Pressemitteilung des Student_innenRats der Universität Leipzig: https://stura.uni-leipzig.de/sites/stura.uni-leipzig.de/files/dokumente/2019/02/2019_02_06-pm_umfrageergebniss_odt.pdf

Zivilklausel-Broschüre„Wofür arbeitet ihr?
Ich halte dafür, daß das einzige Ziel der Wissenschaft darin besteht, die Mühseligkeit der menschlichen Existenz zu erleichtern.“
Bertolt Brecht, Leben des Galilei, 1939/45.

Das Uni­-Aktionsbündnis Köln, der Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi) und die GEW Studis NRW haben zusammen die Broschüre "Wissenschaft für Nachhaltigkeit, Frieden und Demokratie – Stimmen für den Erhalt der Zivilklausel im NRW-­Hochschulgesetz" herausgegeben.

In der Broschüre kommen Persönlichkeiten aus der Zivilgesellschaft zu Wort – aus Friedens­ und Umweltbewegung, Gewerkschaft, Wissenschaft, Kultur und Kirche. Sie machen aus ihrer Sicht deutlich, warum die Zivilklausel im Hoch­schulgesetz unbedingt erhalten bleiben soll.

Die Leitung der Hochschule Bremen plant, mit dem Bundesamt für das Personalwesen der Bundeswehr eine Kooperation einzugehen.

Im Auftrag der NaturwissenschaftlerInnen-Initiative Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit (NatWiss) wurde nun am 7. November 2016 ein Rechtsgutachten vorgestellt, dass die Unvereinbarkeit einer derartigen Kooperation mit den Zivilklauseln des Bremischen Hochschulgesetzes und der Hochschule Bremen feststellt.

2015 ist es an vielen Hochschulen zu Durchbrüchen gekommen, die Zivilklausel-Bewegung nimmt weiter an Fahrt auf. Alleine im vergangenen Jahr haben 36 Hochschulen eine Zivilklausel in ihren Grundordnungen festgeschrieben. Nun hat sich mit der Universität Nürnberg-Erlangen auch die erste Universität in Bayern dem Frieden verpflichtet. Am 24. November 2016 hat der Senat folgenden Passus ins Leitbild der Universität aufgenommen:

„Die FAU (Anm.: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) ist sich als öffentliche Einrichtung der gesellschaftlichen Folgenverantwortung ihrer Forschung bewusst. Durch ihren Beitrag zu transparenter, öffentlicher und interdisziplinärer Diskussion kommt sie der Einhaltung von anerkannten ethischen und moralischen Standards auf nationaler und internationaler Ebene nach. Verantwortungsbewusstes Handeln wird von ihr gefördert und resultiert im gerechten und friedlichen Zusammenleben zwischen Menschen, Kulturen und Nationen.“

Insgesamt haben sich nun mindestens 63 Hochschulen, darunter acht der zehn größten Unis Deutschlands, sowie aktuell fünf Landeshochschulgesetze einer friedlichen Orientierung verpflichtet.

Nun gilt es, diese positiven Ansprüche weiter zu verallgemeinern. Aufklärende, friedensbewegte Hochschulen sind die lebendige Alternative zu Krieg und Eskalationspolitik.
 

Liste von Hochschulen mit Zivilklauseln

Uni Kiel (1665, 07.05.2008)
Kernforschungszentrum Karlsruhe (1956)
TU Berlin (1950er, 1991)
Uni Bremen (1986, 1991, 2012)
Uni Konstanz (16.01.1991)
TU Dortmund (1991)
Uni Hamburg (1998, 2015)
Uni Göttingen (2006, 2013)
Uni Oldenburg (2007)
Uni Jena (15.05.2007)
HS Nordhausen (18.01.2008)
HafenCity Uni Hamburg (09.07.2008)
TU Ilmenau (2010)
Uni Tübingen (2010)
Uni Rostock (2011)
Uni Halle-Wittenberg (2012)
HS Bremen (2012)
HS Bremerhaven (Juni 2012)
Uni Kassel (11.07.2012, 04.12.2013)
TU Darmstadt (Oktober 2012)
Uni Frankfurt (Main) (März 2013)
Uni Münster (Juli 2013)
HU Berlin (24.10.2013)
Uni Lüneburg (20.11.2013)
Uni Freiburg (29.01.2014)
HS Emden/Leer (Februar 2014)

TU Chemnitz (08.12.2014)
Uni Marburg (17.12.2014)
HS Bochum (26.01.2015)
Kunstakademie Münster (27.01.2015)
Europa-Uni Viadrina Frankfurt (Oder) (28.01.2015)
Pädagogische HS Weingarten (25.02.2015)
Uni Lübeck (05.03.2015)
Uni Düsseldorf (18.03.2015)
Uni Köln (25.03.2015)
HS Ruhr West (01.04.2015)
Robert Schuhmann HS Düsseldorf (29.04.2015)
FH Südwestfalen (11.05.2015)
Uni Siegen (13.05.2015)
FernUni Hagen (20.05.2015)
Uni Paderborn (26.05.2015)
HS Ostwestfalen-Lippe (27.05.2015)
FH Münster (01.06.2015)
FH Dortmund (11.06.2015)
Folkwang-Uni der Künste (17.06.2015)
HS Bonn-Rhein-Sieg (18.06.2015)
HS für Musik Detmold (24.06.2015)
Kunstakademie Düsseldorf (29.06.2015)
HS Hamm-Lippstadt (16.07.2015)

HS für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (22.07.2015)
Uni Duisburg-Essen (13.08.2015)
Uni Wuppertal (14.08.2015)
Uni Bielefeld (01.09.2015)
SportHS Köln (08.09.2015)
RWTH Aachen (09.09.2015)
FH Aachen (09.09.2015)
Uni Bonn (11.09.2015)
Westfälische HS Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen (25.09.2015)
HS Düsseldorf (08.10.2015)
HS Rhein-Waal (12.10.2015)
HS für Gesundheit Bochum (14.10.2015)
HAW Hamburg (12.11.2015)
Uni Bochum (23.11.2015)
Uni Erlangen-Nürnberg (24.11.2016)
 

Liste von Landeshochschulgesetzen mit Zivilklauseln:

HG Niedersachsen (1993-2002)
HG Thüringen (2006)
HG Hessen (01.01.2010)
HG Brandenburg (24.04.2014)
HG NRW (11.09.2014)
HG Bremen (19.03.2015)

8. Oktober 2016, Auftakt um 12:00 Uhr am Alexanderplatz / Ecke Otto-Braun-Straße

„Wir sagen Nein zu Atomwaffen, Krieg und Militärinterventionen. Wir fordern ein Ende der Militarisierung der EU. Wir wollen Dialog, weltweite Abrüstung, friedliche zivile Konfliktlösungen und ein auf Ausgleich basierendes System gemeinsamer Sicherheit. Für diese Friedenspolitik setzen wir uns ein.“

friedensdemo.org

Aus zahlreichen Städten fahren Busse zur Demo. Informiert Euch bei der Mitfahrerbörse / Bus-Informationen der bundesweiten Demo-Homepage oder bei Euren lokalen Friedensinitiativen, ob gemeinsame Fahrten überlegt sind und übernehmt selber Verantwortung für Mitfahrgelegenheiten und die Demo-Mobilisierung vor Ort.