Das Neuste aus der Bewegung
- 29. März: Bundesweite Demonstration in Wiesbaden – Keine neuen US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland
- Auf zum Kongress „,Zeitenwende‘ in Bildung und Hochschulen“ der Informationsstelle Militarisierung (IMI)
- Kriegstüchtig? Friedensfähig! Zivilklausel-Kongress 2024 – Am 16. und 17. März 2024 in Frankfurt am Main
- Unterschriftenkampagne „Hände weg von der Zivilklausel!“
Wer Wir Sind
Die Initiative „Hochschulen für den Frieden – Ja zur Zivilklausel“ hat sich im Mai 2011 gegründet. In ihr setzen sich Gewerkschaften, Studierenden- und Wissenschafts- sowie Friedensorganisationen für zivile Hochschulen als Ort für Studien, Lehre und Forschung ein, in denen sinnvolle Beiträge zur friedlichen Lösung der Probleme und Konflikte dieser Welt geleistet werden.
Die verstärkte Ausbreitung militärischer Forschung und Lehre an Universitäten trägt nicht zum Wohle der Menschen bei. Die Initiative kämpft für Hochschulen, die in Wissenschaft, Forschung und Lehre ausschließlich dem Frieden verbunden sind. Dazu bedarf es einer breiten Diskussion um die gesellschaftliche Verantwortung der Wissenschaft.
Die Initiative „Hochschulen für den Frieden – Ja zur Zivilklausel“ will die Friedensbewegung an den Hochschulen stärken.
Bayerisches Verfassungsgericht stoppt Zwang zur Bundeswehr-Kooperation an Hochschulen
Die Popularklage gegen das Bayerische „Hochschulinnovationsgesetz“ kann einen Teilerfolg feiern: Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat am 3. März 2026 die Verpflichtung der Hochschulen, mit der Bundeswehr zusammenzuarbeiten, für verfassungswidrig erklärt, weil sie dem Rechtsstaatsprinzip und der Wissenschaftsfreiheit zuwiderlaufe.
Die Popularklage wurde von einem breiten Bündnis aus der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern, der Zivilklauselbewegung sowie weiteren Friedens- und zivilgesellschaftlichen Organisationen initiiert. 200 Kläger*innen haben sich an Popularklage beteiligt.
Die Klage richtete sich zudem gegen das Verbot von Zivilklauseln an bayerischen Hochschulen und die Verpflichtung von Schulen, Jugendoffizier*innen auftreten zu lassen. Diese Punkte seien nach Ansicht des Gerichts verfassungskonform. Das Bündnis der Kläger*innen berät nun weitere Schritte, um die Auseinandersetzung für ein auf Zivilität und Frieden gerichtetes Bildungswesen weiterzuführen.
- Pressemitteilung der GEW Bayern
- Urteilsbegründung des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes
Studentische Initiative verhindert Militarisierung der Hochschule Flensburg
Die Studierendengruppe „Campus ohne Wehrtechnik“ hat sich erfolgreich mit Protestaktionen und einem Offenen Brief gegen die geplante Einführung eines „Wehrtechnik-Moduls“ im Studiengang Maschinenbau gestellt, die ein Novum in der deutschen Hochschullandschaft dargestellt hätte. Der Fachbereichskonvent hat sich in Folge der Proteste am 14. Mai 2025 mit einer klaren Mehrheit von 7 Nein-Stimmen bei einer Ja-Stimme und zwei Enthaltungen gegen die Einführung ausgesprochen.
Offener Brief gegen die Einführung der Vertiefungsrichtung Wehrtechnik an der Hochschule Flensburg vom 12. Mai 2025
The Civil Clause: No military research in civilian research institutions
An analysis by Jonathan Beullens on the significance of the struggles for civil clauses in English. Download the PDF here.
Eine Analyse von Jonathan Beullens zur Bedeutung der Kämpfe für Zivilklauseln in englischer Sprache. Hier als PDF zum Downloaden.
29. März: Bundesweite Demonstration in Wiesbaden – Keine neuen US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland
Keine neuen US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland
Befehlskommando in Wiesbaden auflösen
Friedensgebot der Hessischen Verfassung einhalten!
Auftaktkundgebung 12 Uhr Hauptbahnhof
Abschlusskundgebung 14.30 Uhr Kranzplatz
Senat der Kunsthochschule für Medien Köln beschließt Zivilklausel!
Wie jetzt öffentlich wurde, hat die Kunsthochschule für Medien Köln im Dezember 2024 eine Zivilklausel beschlossen. In Paragraph 2 „Aufgaben“ Absatz 3 der Grundordnung heißt es nun:
„Die Kunsthochschule für Medien Köln ist sich als öffentliche Einrichtung der gesellschaftlichen Folgeverantwortung ihrer Forschung und Lehre bewusst und leistet ihren Beitrag zu einer sozial gerechten, friedlichen, vielfältigen und demokratischen Welt. Sie verpflichtet sich ausschließlich friedlichen und nicht-militärischen Zielen. Die Kunsthochschule für Medien Köln versteht sich als internationale Institution und heißt Studierende sowie Mitarbeiter*innen in Lehre, Technik und Verwaltung aus allen Ländern und kulturellen Kontexten willkommen. Die Hochschule versteht sich als transkulturelle Gemeinschaft, in der sich Menschen mit ihren vielfältigen Herkünften, Geschichten und Sprachen respektvoll begegnen und zusammenarbeiten. Gerade als eine Kunsthochschule legt die Kunsthochschule für Medien Köln in Studium, Lehre, Forschung und Weiterbildung besonderen Wert auf die friedensstiftenden und -erhaltenden Aspekte von Medien, insbesondere den medialen Künsten. Sie fördert die zivile Verwendung ihrer Forschungsergebnisse und künstlerischen Werke in der Praxis. Sie lehnt jede Beteiligung von Kunst, Wissenschaft und Forschung, die dem Führen von Kriegen dient oder daraufhin abzielt, ab.“
„Wissenschaft als Waffe? – Zivilklausel und Friedensforschung statt Forschung zu militärischen Zwecken“
Im Studienheft des Bundes demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi) vom Oktober 2024 „Umkämpfte Wissenschaftsfreiheit – Verhältnis von Wissenschaft und Politik“ hat ein Autor:innen-Kollektiv der Initiative Hochschulen für den Frieden – Ja zur Zivilklausel den Artikel „Wissenschaft als Waffe? – Zivilklausel und Friedensforschung statt Forschung zu militärischen Zwecken“ veröffentlicht, den wir mit freundlicher Unterstützung des BdWi hier zum Download anbieten.
Das Studienheft setzt sich auch darüber hinaus eingehend mit dem Konflikt um die gesellschaftliche Bedeutung der Wissenschaft für eine allgemeinwohlorientierte gesellschaftliche Entwicklung auseinander und kann hier bestellt werden.
Wissenschaft und Hochschulen in wessen Dienst? Die Zivilklausel als antifaschistische Idee
Podcast „FokusFrieden“ der Friedenssakademie Rheinland-Pfalz mit Senta Pineau von der Initiative Hochschulen für den Frieden und Hannes Jung von Science 4 Peace:
https://open.spotify.com/episode/3j6bg3BRW3fVNeWQk4K6Ro?si=QJnAtrp7S7OYug3jIHq8tA
Hunderte klagen gegen Verbot von Zivilklauseln an Hochschulen und gegen Bundeswehr im Klassenzimmer
Pressemitteilung der GEW Bayern vom 5. Februar 2025:
Am Bayerischen Verfassungsgerichtshof wurde heute im Namen von 200 Kläger*innen Popularklage gegen das „Gesetz zur Förderung der Bundeswehr in Bayern“ eingereicht. Die Klagenden sehen die Wissenschaftsfreiheit und das Friedensgebot in Gefahr. Das Bündnis aus Jurist*innen, Wissenschaftler*innen, Kirchen und Verbänden spricht sich gegen eine weitere Militarisierung von Schulen und Universitäten aus.
Auf zum Kongress „,Zeitenwende‘ in Bildung und Hochschulen“ der Informationsstelle Militarisierung (IMI)
Bayern ist überall – Unterstützt die Popularklage der GEW Bayern!
In Bayern wurde im Juli mit der Verabschiedung des „Gesetzes zur Förderung der Bundeswehr“ die weitere Militarisierung der Bildungseinrichtungen vorangetrieben. Zivilklauseln wurden verboten und Hochschulen sind u. U. zur Zusammenarbeit mit der Bundeswehr verpflichtet. Das Bundesland bleibt damit seiner reaktionären Tradition als Experimentierfeld für antidemokratische Vorstöße treu. Dagegen setzt sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zur Wehr und führt eine Popularklage gegen das Gesetz an. Bis zum 30. November können sich Einzelpersonen und Verbände als Mitklagende melden.
Weitere Informationen finden sich hier: https://www.gew-bayern.de/themen/nein-zum-bundeswehrgesetz